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Die maximale Knochendichte ist mitentscheidend für das Frakturrisiko im höheren Lebensalter. Das Skelett enthält bei der Geburt 25 g Kalzium und erreicht das Maximum mit 1500 g im Alter von etwa 30 Jahren. Das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, hängt von 2 Größen ab: von der maximalen Knochendichte in der Jugend und von der Knochenverlustrate im Erwachsenenalter.

Das Skelett erreicht die maximale Knochendichte mit 25 bis 30 Jahren. Nach dem 30. Lebensjahr setzt langsam eine negative Knochenbilanz ein, bei der durchschnittlich 1% Knochenmasse pro Jahr verloren geht, unabhängig vom Geschlecht.

Die maximale Knochendichte des jungen Erwachsenen stellt daher ein Kapital dar, das in jungen Jahren aufgebaut und später gepflegt werden muss. Ist z. B. die Kalziumzufuhr über die Ernährung oder die körperliche Aktivität zu gering, so wird Kalzium stetig aus dem Skelett abgebaut - auf Kosten der Knochenfestigkeit. Kalzium wird während des Tages im Knochengewebe abgelagert und in der Nacht langsam wieder in die Blutbahn abgegeben.

Messungen der trabekulären Knochendichte zwischen dem 20. und 80. Lebensjahr haben gezeigt, dass die Knochendichte in diesem Zeitraum um durchschnittlich 50% abnimmt. Frauen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr können bis zu 40% ihrer Knochenmasse verlieren. Im Vergleicht dazu verlieren Männer ungefähr 12%.

Mittlerweise gilt die Osteoporose als eine der bedeutendsten Erkrankungen, neben Bluthochdruck und Diabetes mellitus. In den USA leiden heutzutage etwa 30 Millionen Menschen an Osteoporose, prozentual vergleichbar mit den Zahlen in Europa und anderen Ländern. Während jede achte Frau an Brustkrebs erkrankt, muss jede dritte Frau mit einer osteoporosebedingten Fraktur rechnen. 70% der 1,3 Millionen Frakturen, die jährlich in den USA bei Patienten über 45 Jahren auftreten, sind osteoporosebedingt. Ab dem 50. Lebensjahr hat eine Frau folgende Frakturrisiken: Wirbelkörper 32%, Unterarm 16%, Oberschenkel 15%.

 

Die Osteoporose sucht ihre Opfer nicht willkürlich aus. Wir müssen akzeptieren, dass bestimmte Risikofaktoren nicht beeinflussbar sind. Es gibt aber wichtige Risikofaktoren, die wir vermeiden können und müssen.

Zum Beispiel:

  • chronische Inaktivität, also zu wenig Bewegung
  • Niedriges Körpergewicht durch Essstörungen
  • Ungenügende Kalziumzufuhr
  • Zigarettenrauchen - der Inbegriff des Knochenterroristen
  • Exzessiver Alkoholkonsum
  • Fehlernährung
  • Medikamente, z.B. Cortison
  • Fallneigung und Stolpersteine

 

In der Bundesrepublik Deutschland leiden schätzungsweise zwischen 5 bis 7 Millionen Menschen an Osteoporose.

Die gute Nachricht: Osteoporose ist schon jetzt vermeidbar und im frühen Stadium heilbar - vorausgesetzt, dass Patient und Arzt beharrlich und konsequent dieses Ziel verfolgen.